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Sieben Predigten

Noch nie habe ich an einem Tag so viele Predigten gehört wie gestern. Sechs Kurzpredigten in Homiletik zu je sieben Minuten, eine ca. 30 min lange im Plenum (einer vierzigminütigen täglichen Vollversammlung der Studenten und Dozenten, auf der die verschiedensten Dinge geschehen) – die Abschlusspredigt eines diesjährigen Absolventen. Leider hatte ich bei dieser die größte Mühe beim Zuhören, und das nicht so sehr wegen ihrer Länge, der Botschaft oder der Exegese, sondern vor allem wegen der Vortragsweise des Predigenden. Er hat nämlich einerseits zu schnell gesprochen, ohne dabei genügend lange Pausen zu machen (Das ist mir jüngst bei meiner 7-min-Predigt in Homiletik ebenfalls passiert. Fast alle Rückmeldungen forderten mich dazu auf, langsamer zu sprechen…). Außerdem hat er das Wort “Rechtfertigung” immer seltsam betont. Weiterlesen »

In einem Monat soll in den Räumen der Uni Marburg ein christlicher “Kongress für Psychotherapie und Seelsorge” stattfinden. Marburg liegt ganz in der Nähe im Norden von Gießen, von daher hat die Sache praktisch “Lokalbelang”. Weil an dem Kongress auch einige evangelikale Ärzte teilnehmen, die an die psychische Heilbarkeit von Homosexualität glauben, geriet er ins Visier des Lesben- und Schwulenverbands und der Grünen. Wieder groß hervorgetan hat sich Volker Beck, der schon dafür sorgte, dass ein Seminar über Homosexualität auf dem Jugendfestival “Christival” abgesagt werden musste. Mit viel Trommelwirbel beklagen sich die Aktivisten über “Homo-Umpoler” (sic!), und über die Tatsache, dass die besagten Referenten “Homosexuelle zu Heterosexuellen therapieren wollen”. Nach der evangelischen Nachrichtenagentur idea behauptet Beck, die Referenten “stellten Lesben und Schwule „als defizitär, krank, therapiebedürftig oder sündhaft dar“ und würdigten sie damit herab”. Er zieht alle Register und mahnt die Stadt Marburg schließlich sogar, ihr Ruf als Universitätsstandort werde Schaden nehmen, wenn sie diese Konferenz stattfinden ließe. Diese und die Universität wiederum bestätigen bisher, dass es keinen Grund zum Zweifel an der Seriosität des Kongresses gibt, und sehen deshalb auch keinen Handlungsbedarf (man will die Inhalte allerdings erneut prüfen). Die Veranstalter dagegen nennen die Vorwürfe “absurd und verleumderisch” und treffen damit meiner Meinung nach genau den Punkt. Weiterlesen »

“Linux sets you free”

Unterhaltsam!

Lesen ist gesund

Das behauptet zumindest Albert Mohler. Er beruft sich dabei auf eine neue Studie, die zeigt, dass Lesen aus mehreren Alternativen (wie Kaffee, Musik und Spaziergängen) diejenige ist, die den meisten Stress abbaut und das Gehirn herunterfährt. Als Grund führen die Psychologien an, dass “the human mind has to concentrate on reading and the distraction of being taken into a literary world eases the tensions in muscles and the heart.” Weiterlesen »

Der Frosch und die Prinzessin

Nachdem ich mal auf einem Blog gelesen habe, dass es komplett out und völlig lahm ist, wenn man sich als Blogger dafür entschuldigt, dass man in letzter Zeit nichts geschrieben hat, werde ich gleich mal zum nächsten Punkt auf der Tagesordnung übergehen.
Nach meinem überstürzt getippten Eintrag über die Wehen – der auch ein bisschen chronistisch motiviert war – ist es nicht schwer zu erraten, dass das Baby inzwischen gekommen ist. Tristan Simon Misja wurde am 23.03. um 0:28 morgens geboren, nach nur 4 Stunden Wehen (was ziemlich untypisch für’s erste Kind ist). Er war 600g schwerer, als die Ärzte geschätzt hatten, und damit nicht nur kein kleines, sondern sogar ein leicht überdurchschnittliches Baby. Die Fehleinschätzung kam wohl daher, dass Whitney auch hochschwanger immer noch wie andere Frauen im 6. oder 7. Monat aussah. Inzwischen, nach gut zwei Wochen, merkt man ihr fast gar nichts mehr an.
Am Anfang dachten wir noch, er wäre ein ruhiges Baby. Weiterlesen »

Wehen!

Whitneys Wehen werden immer haeufiger und heftiger. Das Krankenhaus meint, wir sollten noch ein, zwei Stunden warten, bevor wir hinfahren. Whitney selbst meint auch, dass es noch nicht ganz soweit ist, obwohl ihre Mutter (gelernte Krankenschwester) ihr Sturheit vorwirft. Im Moment waescht sie zum zweiten Mal an diesem Tag trotz heftiger Kritik meinerseits den Abwasch. Die Wohnung haben wir schon heute morgen vorsorglich einigermassen auf Vordermann gebracht, aber inzwischen hat sich wieder was angesammelt. Sie hat den groessten Teil des Morgens im Bett, auf dem Sofa oder beim Aufraeumen verbracht – waerend immer wieder Kraempfe kamen, die wir sorgfaeltig protokolliert haben. Zum Mittagessen gab es Spaghetti- und Chinesisch-Reste. Sind gerade von einem Spaziergang zurueck, der ihr helfen solle, es aber nur begrenzt geschafft hat.
Alle Sachen sind gepackt. Wir haben dafuer gebetet, dass wir moeglichst tagsueber ins Krankenhaus muessen, und Gott hat uns die Bitte anscheinend gewaehrt. Die Nachbarn werden uns fahren.

Zu Protokoll zu geben ist noch eine kleine Anekdote, die vor ein paar Tagen passierte. Am Donnerstag kam unsere Hebamme zur Routine-Untersuchung. Nachdem wir ihr einige kleinere Beschwerden beschrieben hatten, die Whitney ein paar Tage lang hatte, und sie ihren Blutdruck gemessen hatte (der wohl ein bisschen hoch war), befuerchtete sie, Whitneys Leber koennte ueberlastet sein oder Whitney koennte sogar das beruechtigte Hellp-Syndrom haben, das auch irgendwie so anfaengt und ernsthaft gefaehrlich werden kann. Deshalb empfahl sie uns, am Freitagmorgen ins Krankenhaus zu gehen und sie untersuchen zu lassen. Das taten wir auch, und es war alles in Ordnung. Sogar bestens.
War trotzdem eine schoene Gelegenheit, das Krankenhaus noch etwas besser kennen zu lernen. Das Personal dort ist klasse.

Ich werde hier vielleicht ab und an was schreiben, aber wirklich die Post abgehen wird nur auf Facebook. Da findet man mich recht einfach mit Vorname Nachname. Ob ich andererseits im Krankenhaus online sein werde, wage ich zu bezweifeln. Trotzdem werde ich mein Moeglichstes versuchen.

Déjà vu

Gestern beobachteten wir zufällig, wie ein UPS-Laster gegenüber bei der Gabelstaplerfirma vorfuhr. Der Fahrer war ein Schwarzer. Das erinnert mich an ein ganz ähnliches Ereignis, das sich etwa gegen 1990 ereignete, als ich etwa 3 oder 4 Jahre alt war. Es klingelte an der Tür unserer kleinen Eigentumswohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienfauses in Ammerndorf. Ich rannte zur Tür und öffnete dem vielleicht amerikanischen UPS-Kurier. Meine Mutter, die mir dicht auf den Fersen war, muss vor Scham fast im Erdboden versunken sein, als sie hörte, was ihr Ältester als nächstes sagte: “Kuck mal, Mama, ein Neger!”
Der UPS-Mann nahm das zum Glück gelassen auf und lächelte nur. Als sich die Tür hinter uns schloss, schärfte mir meine Mutter zwei Dinge ein: 1. Öffne niemals alleine die Tür (man weiß ja nie, wer es ist), sondern warte, bis ein Erwachsener kommt. 2. Man darf Afrikaner nicht Neger nennen, das ist politisch inkorrekt.

Whitney lacht sich über die Geschichte heute noch schlapp.

Headline hunters

Wie viele habe ich in den letzten Stunden die Meldungen zum jüngsten Amoklauf verfolgt. Darauf will ich aber gar nicht weiter eingehen. Beim Lesen von privaten Details über den Hintergrund und die Familie des Schützen, die die üblichen Verdächtigen nur Stunden nach der Tat aus dem Abfallhaufen der Zeit hervorgekramt haben, sind in mir Erinnerungen wach geworden: Von Reportern, die nach dem tragischen Autounfall im Juni 2004 unser Dorf durchstreiften. Sie klingelten an Türen, fragten, ob man die Opfer kannte, Fotos hätte, Details über ihre Leben wisse. Mitschüler wurden für Klassenfotos und Personenangaben bezahlt. Wenig später las man dann in allen großen Zeitungen darüber, sah im Fernsehen und auf den Titelseiten bekannte Gesichter, aus alten Klassenfotos herausgephotoshopt, mit Balken über den Augen. Mein Bruder war eines der Gesichter auf den Fotos. Es wurde meist ein und dasselbe verwendet, er war wohl gerade 11 oder 12 Jahre alt und sah entsprechend zart und kindlich aus. Und natürlich hatte uns keiner vorher um eine Genehmigung gefragt, ob man Fotos und Namen veröffentlichen dürfte. Wie das eigentlich die Pflicht der Presse ist. Weiterlesen »

Torvalds und die Indianer

“Linux is like a wigwam: No windows, no gates and an apache inside!”

Hab mich gerade schief gelacht, als ich das in einem Forum in jemandes Signatur gelesen habe! :-D

PS: Insider! Aber es ist nicht wirklich schwer, die Bedeutung herauszufinden…

1&1 Kundenwerbeaktion

Wenn ihr gerade zufällig über einen neuen Telefon- oder DSL-Anschluss nachdenkt, wendet euch doch an mich! Im Moment kann ich mit Kundenwerbung für meinen Internetanbieter 1&1 bares Geld verdienen. Ich denke auch darüber nach, ein langfristiges Engagement einzugehen…

Zur Wahl stehen Internet-Flatrates von 2000 bis 16000, einschließlich Telefonleitung (mit billigen Gebühren, wenn man nicht gerade Handys anrufen will), optional auch Telefonflatrate (Also Doppelflat), das ganze ab 15-20€. Bisher habe ich gute Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht, und die Preise gehören zum Billigsten, was man finden kann.

Mann, fühle ich mich schäbig. Aber ich bin jung und brauche das Geld!

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